Forschungszentrum STEX

SYSTEME UND TECHNOLOGIEN FÜR TEXTILE STRUKTUREN

Das Forschungszentrum STEX beschäftigt sich mit der anwendungsnahen Entwicklung innovativer Technologien und Anlagen. So stehen in enger Kooperation mit Industriepartnern beispielsweise neuartige Textilmaschinen, Technologien und Schnittstellen für faserverstärkte Halbzeuge, In-Line-Textilprozesse für Near-Net-Shape-Strukturen, Technologien textiler und kunststoffbasierter Fertigungsprozesse sowie Preformtechnologien für bionisch verstärkte Leichtbaustrukturen im Forschungs- und Entwicklungsfokus.

STEX Open Car-Concept (SOCC)

Mit dem SOCC wird eine Kommunikations- und Forschungsplattform bereit gestellt, um visionäre Lösungsansätze für den automobilen Leichtbau partnerschaftlich umzusetzen und zu erproben. Institute und Unternehmen mit F&E-Aktivitäten in diesem Bereich sind zur Teilnahme eingeladen.

Integralbauweisen mit lastpfadgerechten Strukturen

Kohlenstofffasern (CF) eröffnen höchste Leichtbaupotentiale, sind jedoch relativ teuer. Daher ist anzustreben, die Tragfähigkeit dieser Fasern bestmöglich auszunutzen. Am Forschungszentrum STEX werden dazu integrale Mischverbundbauweisen entwickelt, bei denen die CF nur für die hochbeanspruchten Lastpfade zum Einsatz kommen. Für andere Bauteilbereiche werden hingegen preiswertere Verbundmaterialien bevorzugt.

Automatisiertes Preforming von Faserverbundhalbzeugen

Erst durch schnelle, automatisierte Preforming-Prozesse wird die Verarbeitung von Prepreg- und Organoblech-Halbzeugen zu Großserienautomobilstrukturen ermöglicht.  Das Fraunhofer-Forschungszentrum STEX unterstützt seine Industriepartner bei der Konzeption, Simulation und der technologischen Umsetzung dieser erfolgsentscheidenden Wertschöpfungsketten.

Direktimpregnierung mit Thermoplastmatrix

Vorimprägnierte Halbzeuge ermöglichen kurze Zykluszeiten und ein hohes Maß an Reproduzierbarkeit im Fertigungsprozess. Neue Herausforderungen ergeben sich beim Thermoplast-Imprägnieren von komplexen Halbzeugen mit lastpfad-gerechten Verstärkungen. Am Forschungszentrum STEX werden dafür großserientaugliche Impräg-niertechnologien entwickelt und anwendungsnah realisiert.

Integration von Smart Textiles

Am Forschungszentrum STEX werden textile Sensorhalbzeuge zur strukturintegrierten Messung von z. B. Dehnung, Temperatur, Feuchte oder Füllstand für die Zustandsüberwachung von Hochleistungsverbundbauteilen entwickelt und in die Anwendung überführt. Darüber hinaus werden auch Lösungen für die großserientaugliche Einbettung derartiger Sensoren im Faserverbundfertigungsprozess erarbeitet.

 

Lastpfadgerechte Auslegung und Optimierung

Am Forschungszentrum STEX werden Bauteile lastpfadgerecht gestaltet und ausgelegt. Dadurch lassen sich die eingesetzten Hochleistungs-verbundwerkstoffe strukturmechanisch effizient ausnutzen und zugleich hohe Leichtbaugrade erzielen. Außerhalb der Lastpfadbereiche ergeben sich mit einfacheren Werkstoffen deutliche Kostenvorteile.

Additive Fertigung

Im Kunststoffzentrum Oberlausitz werden Funktionsprototypen und Leichtbaustrukturen entworfen, ausgelegt und mittels additiver Fertigungsverfahren hergestellt. Neueste Lasersinter- und Schmelzschichtverfahren gewährleisten Schnelligkeit und Flexibilität bei der Realisierung. Forschungsschwerpunkte sind Materialentwicklung, Effizienzsteigerung, Ressourcenschonung und Funktionsintegration.

Kreislaufwirtschaft

Mit der kreislaufgerechten Konstruktion von Prozessen, z. B. durch Modularisierung von Produkten, standardisierten Schnittstellen sowie lösbaren Fügeverbindungen und einer angepassten Materialauswahl bietet die STEX-Gruppe ihren Kunden Lösungen für nachhaltige Prozessketten.
Auf Grundlage von „Digital Twin“-basierten Remanufacturing und effizienten Reparatur- und Modifikationkonzepten erhalten die Kunden zukunftsfähige Lösungen.

 

Kontakt zum Forschungszentrum STEX

Reichenhainer Str. 88

09126 Chemnitz

Telefon +49 371 5397-1020